Bei MESSENGER handelt es sich um eine nun schon 15 Jahre aktive Band aus dem wunderschönen Saarland. Dass eins der kleinsten Bundesländer Deutschlands musikalisch immer wieder unterschätzt wird, ist bedauerlich. Denn wenn man sich die EP „Kill the DJ“ der fünf Mannen anhört, merkt man welche Perlen das Saarland bereit hält. Bisher hat noch kein namhaftes Label an die Tür von MESSENGER geklopft. Wenn man sich „Kill the DJ“ so anhört, kann man sich nur noch mit flacher Hand an die Stirn schlagen und sich fragen, warum MESSENGER noch nicht auf den ganz großen Bühnen spielen. Was hier geboten wird, um das schon mal vorweg zu nehmen, steht nämlich den Größen des Geschäfts in nichts nach!
Seit dem Einstieg von Sänger Siegfried Schüßler im Jahre 2002 hat sich die Band vom Hard Rock entfernt und sich ganz und gar dem Heavy Metal verschrieben. MESSENGER 2005 zelebrieren melodischen und teils rockigen Heavy Metal mit absoluter Hitgarantie.

„New hope“ zeigt als Opener direkt die Marschrichtung an, es wird gerockt! Der Song ist im Midtempo gehalten wie im Übrigen die restlichen Songs auch. Sänger Siegfried Schüßler beeindruckt mit einer hohen aber sehr markanten Stimme. Man merkt, Schüßler hat’s gelernt, die hohen Schreie setzen sich vom üblichen Eunuchen Metal stark ab.
Die Gitarrenarbeit entpuppt sich schon hier als über dem Durchschnitt, Frank Kettenhofen und Patrick Deckarm an der Gitarre zeigen, was sie können und das ist nicht wenig.
Der Titeltrack „Kill the DJ“ lässt vielleicht etwas schmunzeln aufgrund des Textes. „Kill the DJ - Heavy Metal ist he law“ ist für viele schon ein Grund weg zu hören, doch muss man einfach unterscheiden zwischen primitivem Kokettieren mit Heavy Metal Klischees und einer Band wie MESSENGER. In keiner Sekunde des Songs erscheint die Lyrik plakativ, was hier gesungen wird, das ist pure Leidenschaft! Diese Leidenschaft hört man in jeder Minute der Songs heraus. Die Band steht hinter jedem Wort, das gesungen wird. Der Song selbst fällt sehr rockig aus und wird live mit seinem Mitsing Refrain ein echter Hit sein.
„Titans“ ist wohl der heimliche Hit des Albums. Problemlos könnte dieser Song auf einem MANOWAR oder GAMMA RAY Album stehen. MESSENGER haben ein sehr gutes Händchen für einzigartige Melodien, ein Talent, dass leider etwas rar geworden ist im melodischen Metal. Auch hier wird wieder das melodische Geschick der Gitarren Fraktion hörbar, Solis sind nicht reine Pflichtteile im Song, sondern werten das Gesamtbild zusätzlich gehörig auf.
„Intruders“ und „Metal day“, letzteres eingeleitet mit einem Intro, schlagen in die gleiche Kerbe wie die Songs zuvor. Besonders „Metal day“ ist eine wahre Hymne mit klasse Mitsing - Refrain, der wie dafür gemacht ist, von Fans mitgegrölt zu werden.

Soundtechnisch lässt die CD auch nichts zu wünschen übrig. Von der Band selbst produziert wurde „Kill the DJ“ durch Rolf Munkes in seinem Empire – Studio gemixt und veredelt.
Textlich spricht man, sehr direkt, wohl vielen Metallern aus der Seele, Wut und Ärger richtet sich hauptsächlich gegen die musikalische Übermacht des Radios und die Verbannung des Metals aus öffentlichen Medien.
Die „Botschaft“ von MESSENGER: Lass dich von Niemandem beeinflussen außer dir selbst, geh deinen eigenen Weg! Viele mögen dass als kitschig erachten, aber diese Truppe steht mit großer Leidenschaft hinter ihrer Musik und das macht sie einfach sympathisch.

„Kill the DJ“ ist ein absolutes Spitzenalbum, jeder Song hat Hitpotential für sich selbst. Wer melodischen Metal mag, der sollte unbedingt unter www.messengerband.de in die Musik rein hören. Kleiner Wehrmutstropfen ist hier die kurze Spielzeit von gerade mal knapp 23 Minuten. Aber diese EP lässt schwer auf ein Full length Album hoffen.
MESSENGER werden ihren Weg machen. Mit diesen Songs im Gepäck kann nichts schief gehen und wir werden sie bestimmt bald auf den großen Bühnen sehen! (Bernie)

Bewertung: 8,5 / 10

Anzahl der Songs: 5
Spielzeit: 22.41 min
Label: Eigenproduktion
Veröffentlichungstermin: bereits veröffentlicht
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