Das Nuclear Blast Festival Part IV machte an diesem Abend in der Zeche Carl Station. Und wie so oft in der letzten Zeit war der Laden bis unter die Decke gefüllt.

Als erstes mussten die Schweden Raise Hell auf die Bühne. Ich konnte mit der Mucke der Nordländer noch nie besonders viel anfangen. Deshalb möchte ich mir hier auch kein größeres Urteil erlauben. Tatsache ist aber, dass sich nur einige wenige Köpfe im Publikum bewegten. Und ebenfalls Tatsache ist, dass die leichtbekleidete "Dame", die bei einem Song als optischer Reiz herhalten sollte, auf mich etwas überflüssig wirkte, um nicht zu sagen peinlich.

Kataklysm hatten es danach ebenfalls nicht gerade leicht, auch wenn das Publikum jetzt schon etwas mehr mitging. Insgesamt habe auch ich mir von den Kanadiern etwas mehr versprochen. Vom neuen Album habe ich immerhin "Manifestation" erkannt. Großes Manko war aber für mich, das Fehlen des Songs "The Orb Of Uncreation". Alles in allem nicht besonders spannend.

Erstmals so richtig Stimmung kam dann bei Hypocrisy auf. Es schien wirklich so, als hätten viele nur auf Peter und seine Mannen gewartet. Die Band heizte die Menge mit Songs wie "Fire In The Sky", "Pleasure Of Molestation" und "Final Chapter" kräftig ein. Als Zugabe gab es standesgemäß noch "Roswell 47" und nach knapp 50 Minuten war für die Schweden Feierabend. Sehr ordentlicher Gig.

Dann kam das worauf ich gewartet hatte, ein Thrash Metal Orkan fegte durch die Zeche Carl. Mighty Destruction legten direkt mit "The Butcher Strikes Back" los und feuerten dann Songs wie "Bestial Invasion", "Eternal Ban", "Life Without Sense" und natürlich "Mad Butcher" in die wilde Menge. Höhepunkt war das Stück "Total Desaster", bei dem Peter Tägtgren als zusätzlicher Sänger und Gitarrist auf die Bühne kam. Schmier kündigte dann noch für das nächste Jahr eine Tour mit Kreator und Sodom an. Na wenn das nichts ist. Leider war nach knapp einer Stunde alles vorbei. Als Zugabe wurde die Metallica Coverversion "Whiplash" gespielt. Ein, mit einigen Pyro Effekten gespickter, perfekter Gig!!

Danach hatten Crematory es natürlich schwer. Sie mussten erstmal die Masse wiederbeleben. Das gelang dann auch mit einigen Klassikern wie "Fly", der Sisters Of Mercy Coverversion "Temple Of Love" und "Shadows Of Mine". Für meinen Geschmack etwas zu viele Stücke gab es vom aktuellen Album (u.a. "The Fallen", "Time For Tears", "Act Seven"). Als Zugabe gab es dann noch "Tears Of Time" und "Away". Ich hätte mir noch "For Love" gewünscht, aber mich fragt ja keiner. Der Sound war, wie auch bei den anderen Bands, insgesamt in Ordnung. Und bei der Routine die die Band mittlerweile hat, geht von der Performance her sowieso alles klar. Insgesamt hat sich die Fahrt nach Essen jedenfalls gelohnt. (Tutti)

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